Sonntag, 28. Februar 2016

Leise Liebe



Ein leise liebender Gott. Passt das für mich?
Für den Propheten Elia passts: Der Herr sprach: Geh heraus und tritt hin auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR wird vorübergehen. Und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, kam vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben; aber der HERR war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen. Als Elia das hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle. (1 Kön 19,11-13)

Vielleicht braucht mein Leben mehr stille Momente mit weniger Rock’n’Roll. Ein paar Sekunden Ruhe, in denen ich lauschen kann.
Vielleicht braucht mein Leben mehr Mut, die richtigen, leisen Sekunden auszunutzen.
Vielleicht braucht mein Leben die Gewissheit, dass Gott da ist und mich immer liebt. Aber eben leise.
Meine Tür ist immer einen Spalt offen.

(Eva Hochstrat)

Montag, 22. Februar 2016

Lass es gut sein...

video

Und Jesus ging in die Wüste...

...was ist, wenn es gar nicht wichtig ist in die Wüste zu gehen, nicht 40 Tage in Einsamkeit zu schwitzen, sondern sich klar zu sein, wohin kehre ich zurück!
Die Wüste ist kein romantischer Ort, sie treibt einem ohne gute Vorbereitung in kürzester Zeit das Leben aus den Knochen.

Und vielleicht ist dieser Blick in das Land ohne Leben auch dann nur so schön und erträglich, wenn ich weiß, dass meine Einsamkeit bei jeder Heimkehr teilbar ist mit der Einsamkeit eines anderen.

Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und dein Rechte mich halten.“ ( Psalm 139,9-10) 

(Patrick Schoden)

Sonntag, 21. Februar 2016

AUSGELIEFERT


Manchmal ist man ohne eigenes Verschulden Opfer von Worten übelster Sorte. Manchmal trifft es einen und eine unbewusste Aussage zieht einen shitstorm nach sich, den man nicht erwartet hätte.

Der US-Late-Night-Talker Jimmy Kimmel lässt Promis sogenannte Mean Tweets (gemeine und herablassende Nachrichten, die via Twitter verbreitet werden) persönlich vortragen. Manchmal sind sie so abstrus, dass man die Boshaftigkeit weglachen kann...



Leider kein Allheilmittel, denn manchmal bleibt einem das Lachen im Halse stecken.

"Die Leute standen dabei und schauten zu; auch die führenden Männer des Volkes verlachten ihn und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist. Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst!" (Lukas 23,35-37).

(Martin Schroer)

Mittwoch, 17. Februar 2016

Atemlos

Nur mit ihm zieht mein Atem durch die Nacht“,
statt „Atemlos durch die Nacht“!

Sind es Blumen? Ist es Gin? Runners High?

Bei wem sage ich „Ich bin dabei, ruft er mich an“?
Abseits jeder 7.
Wer UND Was treibt mich in den Exzess?

Kurze Backgroundinfos zum Songtext:
Bombay Sapphire ist eine Gin-Sorte mit 47% Alkoholgehalt.



(David Walbelder)

Dienstag, 16. Februar 2016

Aufbrechen

Ich habe meine Fastenzeit unter eine Art Motto gestellt: AUFBRECHEN, LOSLASSEN, MITNEHMEN.
Und so möchte ich AUFBRECHEN, mich auf den Weg machen. Die alltäglichen Dinge hinter mir lassen – LOS LASSEN – und in mich gehen. Mir die Möglichkeit geben bewusst zu machen, was im „Normalen“, Hektischen und knapp an Zeit bemessenem zu kurz kommt, sich diesen Dingen zuzuwenden. Die hinten über gefallenen auf dem Weg vorüber gerauschten Dinge.

Und ich möchte die Menschen die mir begegnen MITNEHMEN, wie Jesus es tat. Lukas schreibt zur Hinführung Jesu´s zum Berg Golgatha:
 „Es folgte ihm aber eine grosse Menge des Volkes und viele Frauen, die ihn betrauerten und beklagten. Jesus jedoch wandte sich zu ihnen um […]“ (Lukas 23,27-28)

Jesus nahm die Menschen mit. Er kümmerte sich um die Kranken, die Armen, die Einsamen. Und anstatt sich zu beklagen, sich über sein Urteil zu grämen oder den Weg so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, schöpft Jesus Kraft, wendet sich um, wird langsam und begegnet den Menschen. Er hört ihnen zu, obwohl gerade selbst in größter Not.
Dies möchte ich auch tun. Ja, auch ohne mit einem grausamen und fürchterlichen Tod am Kreuz bedroht zu sein, möchte ich mich den Menschen zuwenden. Ihnen zuhören und ihnen und mir Kraft schenken

Nicht nur in der Fastenzeit, aber vielleicht gerade da mir bewusst zu werden, was um mich passiert und die Dinge wahrnehmen, die im Alltag so schnell vorüber gehen.

(Moritz Dressen)

Montag, 15. Februar 2016

Superkräfte




Superhelden besitzen atemberaubende Fähigkeiten. Es gibt’s nichts, was es da nicht gibt. Von ausfahrbaren Krallen über Metallrüstungen bis hinzu Werkzeugen wie zum Beispiel einem Hammer.
Der Superheld im Video definiert sich gar nicht so sehr über seine Rüstung oder seine Fähigkeiten, sondern über die Person, für die er da ist.

Die Fastenzeit lädt ein, zu überlegen: Was ist meine Superkraft und für wen möchte ich sie einsetzen?  Wer kann ganz akut genau meine „Superkraft“ gebrauchen? Wer würde sich freuen, wenn ich ihm oder ihr helfen würde?

Gott,
du segnest uns mit Fähigkeiten und Talenten,
nicht umsonst, sondern um in der Welt zu wirken.

Lass uns erkennen, wem wir etwas Gutes tun können und lass uns die Kraft haben, da zu sein
und zu helfen.

Amen
(Dean Stammkötter)

Samstag, 13. Februar 2016

Elementar

„Dann wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt;
dort sollte er vom Teufel in Versuchung geführt werden.“ (Mt 4, 1)

Wenn wir heute an die Wüste denken, wissen wir, dass wir mit strahlender Sonne, Trockenheit, Sandstürmen und klirrender Kälte in der Nacht rechnen müssen. Leben in der Wüste wäre für uns eine Herausforderung.

Die Fastenzeit lädt dazu ein, sich auf sich selbst und sein Verhältnis zu Gott zu besinnen. Sie lädt dazu ein, sich einer schwierigen, herausfordernden und gleichzeitig anziehenden Situation auszusetzen. Die Fastenzeit ist wie eine kleine Reise durch die Wüste. Die Versuchung, der Teufel, ist schnell da. Sie erschwert das aus- und durchhalten.

Jedes Jahr stellt man sich neu die Frage, auf was verzichte ich oder verzichte ich dieses Jahr gar nicht. Dieses Jahr habe ich diese Fragen einmal laut ausgesprochen und mein BFD-Seminar hat versucht sie mir zu beantworten:

„Fasten bedeutet für mich Disziplin, hinter einem Glauben stehen. Fastenzeit ist für mich irgendwie bedeutend,“ antwortete ein Muslim.

„Fasten bedeutet für mich auf etwas verzichten. Die Fastenzeit ist für mich nichts Besonderes. Ich werde dieses Jahr fasten und auf Zucker und Alkohol verzichten, um mich etwas besser zu fühlen, gesundheitlich. Ich glaube, ich kann 40 Tage lang fasten: Man kann, wenn man möchte und die Selbstdisziplin dazu hat.“

„Fasten bedeutet für mich, wenn man auf Dinge verzichtet, die einem im Leben wichtig sind. Ich möchte auf Schoki fasten. Ich glaube Menschen fasten, um den Dingen eine größere Bedeutung zu geben und sie schätzen zu wissen. Ich glaube nicht, dass ich 40 Tage lang fasten kann. Naja so ohne Schokolade... gaaaanz schwierig!“

„Fasten bedeutet für mich nicht unbedingt auf etwas zu verzichten, sondern bewusst an Dinge denken und sich auf Neues einlassen. Fastenzeit ist für mich eine Zeit, in der ich versuche mich bewusster auf die als selbstverständlich angesehenen Dinge zu konzentrieren. Menschen fasten aus verschiedenen Gründen: um ihr Gewissen zu beruhigen, sich anderen anzupassen, um sich etwas Gutes zu tun. Ich faste nicht im offiziellen Sinn und sich 40 Tage auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren und sich auf neues einzulassen, sollte selbstverständlich sein.“

Ganz egal, ob Menschen sich der Herausforderung des Fastens stellen; es wichtig, sich bewusst zu werden, auf welche Dinge man nicht verzichten mag. Wer oder was ist für einen selbst elementar und lebensnotwendig?

(Susanne Schürmann)


 

Donnerstag, 11. Februar 2016

Ratlos

Ratlos

Nichts deutete darauf hin,
dass wir uns berührten.
Mit Hoffnung in den Augen
gingen wir nebeneinander her.




Mit der Achtsamkeit (die nicht das Besondere sucht, sondern das Innere in all seinen Grautönen zulässt) durch die Straßen gehen, dabei genau hinschauen und dann die Frage stellen:
Wo geschiehst du, Gott?

 (Patrick Schoden)

Mittwoch, 10. Februar 2016

Etappenziel

Philipp Poisel – Froh Dabei zu Sein

 

Die Fastenzeit ist wie eine Reise. 
Oftmals ist sie schwierig, aber auf dieser Reise bin ich nicht allein. 

Du bist bei mir.

Am Ende der Reise steht der Tod. Er wartet auf mich, um mich mitzunehmen auf eine neue Etappe. Doch Angst brauche ich nicht zu haben! Auch wenn ich nicht genau wissen kann, was nach dem Tod auf mich wartet, eines weiß ich ganz genau: Du lässt mich auch auf dieser Etappe meiner Reise nicht allein. 

(Fabian Christoph)

Aschermittwoch

Für die Christ_Innen beginnt die Fastenzeit und wir gehen 40 Tage lang auf Ostern zu. Für so lange Zeit auf etwas zugehen, das klingt sehr nach einer Reise. Und heute, am Aschermittwoch, breche ich auf, brechen wir auf. 
A U F B R E C H E N | A U F B R U C H  

Diese Redensart wirkt ein bisschen wie aus der Zeit gefallen. Und sie hat eine provozierende Facette. Wenn man den Begriff schwingen lässt, merkt man, wie viele Seiten er hat und wofür wir ihn alles benutzen...

Es gibt genügend Möglichkeiten, das gleiche zu sagen, aber damit weniger zu irritieren: „Wir starten in die Fastenzeit." Ich könnte von der gleichen Sache schreiben, aber nicht dasselbe meinen. Die Fastenzeit ist ein Aufbrechen in seiner ganzen Lesart.
Ich breche auf: 

L O S G E H E N | Z U R Ü C K L A S S E N | H E R A U S F O R D E R N
W E I T E S C H A F F E N | A U S S O R T I E R E N | V E R Z I C H T E N
E N T D E C K EN | S A M M E L N | N E U S O R T I E R E N
In 40 Tage komme ich an.
Wie fange ich an? Mit wem gehe ich? Wo werde ich ankommen? Was erwarte ich?
 A U F B R U C H | u m b r u c h ?

(Rainer Gottschalg)

Dienstag, 2. Februar 2016

Ab Aschermittwoch!
Auch in diesem Jahr werden wir euch die Fastenzeit mit unserem Blog ein wenig verkürzen, indem wir regelmäßig einen neuen Impuls posten. Dieses Jahr haben sich unterschiedlichste Menschen bereit erklärt unser Blogteam zu verstärken. Also schenkt euch ein wenig Zeit und lasst euch von den kommenden Ideen und Fragen mitnehmen...