Samstag, 5. März 2016

Fragen um (zu) Fragen?


Das Leben steckt voller Fragen. „Wie geht es dir?“, „Nehme ich den Bus oder das Fahrrad?“, „Kommt auf die Pommes noch was drauf?“, „Warum gibt es Leid?“, „Habe ich eine Bestimmung und wenn ja, was könnte es sein?“ … Endlos viele Fragen die uns jeden Tag im Alltag begegnen, einige wichtiger als andere.

Als ich letztes Jahr mit einer Pilgergruppe in die Wüste Jordaniens gereist bin, hatte ich ein paar große Fragen im Rucksack. Ich wollte diese Zeit nutzen, um mir diese Fragen beantworten zu lassen. Nach den zwei Wochen hatte ich auf zwei drei der Fragen eine Antwort, doch bin unterm Strich mit mehr Fragen zurückgekommen, als ich vorher überhaupt dabei hatte. Ich durfte viel Neues über mich erfahren und habe Gott näher bei mir gespürt. Am letzten Sonntag ging es für die nächste Generation auf in die Wüste. Jede_r mit seinen/ihren Fragen und Anliegen. Ich bin mir sicher, dass sie ebenfalls eine intensive Zeit durchleben und sehr beseelt wiederkommen werden.
Die Fragen in uns treiben uns an, dass wir uns mit Sachen auseinandersetzen. Sie laden uns ein, genauer hinzuschauen. Lasst uns auch im Alltag nicht aus Bequemlichkeit solchen Fragen ausweichen. Lasst uns nicht über Tiefe hinweg sehen. Lasst uns diesen Fragen und Situationen begegnen, in all ihren Farben und Formen. Lasst uns auf uns selbst schauen, durch einen Blick der Ruhe. Lasst uns unseren Mitmenschen durch „Wie geht es dir?“ begegnen und uns einander öffnen. Lasst uns voneinander und von Gott lernen.

Hör doch, ich will nun reden, ich will dich fragen, du belehre mich! 

(Dean Stammkötter)

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